Saudi Arabien benötigt Devisen * Frankreich weiter auf Talfahrt * Sanktionen schaden dem Einzelhandel
Saudi Arabien benötigt Devisen
Die Verbraucher in Europa gehen nicht mehr so bewusst mit den Ressourcen des Öls um, wie in der Vergangenheit. Der Preis für die Energie ist auf einen Tiefpunkt von 75 US-Dollar gefallen. Diese Schwäche des Ölpreises ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einesteils liegt die Konjunktur in Europa auf der Intensivstation und anderenteils drückt das Fracking in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) den Ölpreis auf den Tiefkurs. Die warme Jahreszeit in Teilen Europas trägt ebenfalls dazu bei. Saudi Arabien der größte Öllieferant der Welt will dem Treiben nicht länger zuschauen und erhöht die Förderung von Rohöl. Das Land benötigt dringend die Deviseneinnahmen aus den Energiequellen wie Öl und Gas. In den vergangenen Jahren hat das Königreich auf der arabischen Halbinsel sehr üppig gelebt und wenig in die Nachhaltigkeit investiert. Die verwöhnte Bevölkerung möchte den Lebensstandard nicht zurückdrehen und verlangt deshalb weiter nach Valutaeinnahmen. Der Ölhahn wird deshalb weiter aufgedreht und die Märkte mit der Energie geflutet. Deshalb ist ein Preissturz an den Börsen für Heizöl sowie an den Tankstellen zu bemerken. Solange die Wirtschaftslage sich auf Talfahrt befindet, werden die Preise für Rohöl weiter im Keller bleiben. Da die Weltwirtschaft-Konjunktur erst im Laufe des kommenden Jahres wieder anzieht, werden sich auch die Preise für diese Energielieferungen erst dann wieder kontinuierlich erhöhen.
Frankreich weiter auf Talfahrt
Die Konjunktur in Frankreich ist weiter auf Talfahrt. Die Rezession hat nunmehr fast alle Teile der Volkswirtschaft erreicht. Der Konsum, sonst eine Stütze des französischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), ist in den vergangenen Monaten erheblich eingebrochen. Besonders beklagen sich die Restaurants, da die Franzosen immer weniger ihre Gourmettempel aufsuchen, da im Portemonnaie zunehmend Ebbe herrscht. Auf dem Land sind die Immobilienpreise seit Jahresbeginn enorm zurückgegangen, sie liegen teilweise unter 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das beruht häufig daher, dass die mittelständischen Firmen durch die Steuererhöhungen die Werkstore schließen mussten. Die Mitarbeiter sind deshalb abgewandert und in größere Städte gezogen und haben somit die Landflucht zunehmend verstärkt. Die Regierungen im Elysée Palast hatten noch nie großen Wert auf die mittelständischen Unternehmen gelegt. Diese negative Entwicklung ist deshalb auch nicht besonders verwunderlich.
Sanktionen schaden dem Einzelhandel
Die Sanktionen gegen Russland zeigen im deutschen und auch im europäischen Einzelhandel zur Weihnachtszeit ihre durchschlagende negative Wirkung. Die Geschäfte mit prestigeträchtigen Brands beklagen besonders das Ausbleiben der russischen Kunden. Sie haben in den vergangenen Jahren das Bild in den Luxus–Einkaufsstraßen wie Regent Street, Avenue Montaigne oder Maximilianstraße geprägt. Es ist zu bedauern, dass die Politiker in Europa und Russland keinen Weg zur Einigung finden. Sie schaden dadurch den beiderseitigen Wirtschafts–Beziehungen, den Unternehmen und ihren Mitarbeitern, die gerade in dieser Jahreszeit enorme Umsätze erzielen können. Bekanntlich sind Menschenrechte nicht verhandelbar, aber die Politiker in Brüssel und Berlin hatten dafür über Monate Zeit, tragfähige Entscheidungen herbeizuführen. Für die Bevölkerung ist es unverständlich, wie sie mit vollmundigen Sprechblasen von den politisch Verantwortlichen hingehalten und irregeführt werden.
© Global Research Institute – Gartner (GRIG)



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